Frustration Management in Male and Female College Students and Their Academic Achievement.
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| Title: | Frustration Management in Male and Female College Students and Their Academic Achievement. |
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| Alternate Title: | Frustrationsmanagement von Studierenden und ihre akademischen Leistungen. |
| Authors: | Loder, Alexander Karl Ferdinand1 (AUTHOR) alexander.loder@uni-graz.at, Maia de Oliveira Wood, Guilherme2 (AUTHOR) |
| Source: | Lernen und Lernstörungen. 2025, Vol. 14 Issue 2, p101-112. 12p. |
| Subject Terms: | *Male college students, *Math anxiety, *Mathematics exams, *Mathematics education, Gender differences (Sociology) |
| Abstract (English): | Abstract:Background: Mathematics is among the most conspicuous academic topics regarding the elicitation of learning anxiety. "Math anxiety" is more prevalent in girls and young women than in boys and men, which has been attributed to female stereotypes. The present study investigates how, compared to other introductory courses, students' management of attendance to mathematics exams is matched for the semester in which courses are offered. Methods: The dataset contained all students with a valid enrollment in the academic years 2011/2012–2023/2024 in a university's database, comprising 4,445 students and 17,623 individual exam results. We used the average grades and the number of days to the first attempt on an exam and a successful attempt as the major outcome variables. We differentiated gender and type of the exam, i.e., mathematics or introduction exams, as independent variables. We used ANOVA models to calculate the differences. Results: Female students have better grades than males in mathematics courses but not in introductory courses. Both female and male students had better grades in introductory than in mathematics courses. In mathematics courses, females make their first attempts earlier than males, but there are no gender differences in the time to first attempt of introductory courses. Both females and males also make first attempts earlier in introductory than in mathematics courses, and men also make earlier attempts in introductory than in mathematics courses. We found no differences between genders in the time to a successful attempt in both mathematics and introductory courses. Both females and males made successful attempts in introductory courses earlier than in mathematics courses. Discussion: These findings challenge stereotypes about math anxiety and female performance. Female students outperform males in mathematics courses, reflecting resilience and proactive engagement, as evidenced by earlier first attempts. Male students' delayed attempts may indicate confidence or postponement tendencies. The absence of gender differences in introductory courses suggests that these patterns are specific to mathematics. Both genders perform better and attempt exams earlier in introductory courses, highlighting the greater challenges of mathematics courses. These results underline the need to address stereotype-driven barriers and math anxiety through interventions fostering confidence and early engagement, promoting equitable outcomes in mathematics education. [ABSTRACT FROM AUTHOR] |
| Abstract (German): | Zusammenfassung: Hintergrund: Ein Hochschulabschluss erfordert viel Zeit und Ressourcen. Studienabbrüche sind weit verbreitet und stellen für Studierende und unterstützende Institutionen ein Problem dar. Je nach Studienrichtung variieren die Anforderungen an die akademische Bereitschaft, oft beeinflusst durch den sozialen Hintergrund. Besonders herausfordernd ist es, Studierende für MINT-Fächer zu gewinnen, da diese eine intensive mathematische Ausbildung erfordern. Mathematikangst („Mathe-Angst") ist in der Forschung gut dokumentiert. Sie äußert sich durch physische und psychische Stresssignale, die kognitive Ressourcen binden und das Lernen erschweren. Besonders betroffen sind Mädchen und junge Frauen, was auf weibliche Stereotype und die Einflussnahme von Lehrerinnen zurückgeführt wird. Mathematikangst kann sich auch im Erwachsenenalter zeigen, etwa als Angst vor Statistik. Stress beeinflusst den Studienerfolg und hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter Zeitmanagement. Besseres Zeitmanagement korreliert mit höherer Studienleistung, wobei Frauen oft besser abschneiden. Besonders relevant ist dies im Kontext von Prüfungen. Diese Studie untersucht den Prüfungsteilnahmezeitpunkt als Indikator für Zeitmanagementfähigkeiten. Österreichische Studierende können Prüfungen früh oder spät im Studium absolvieren. Analysiert wird, wie sich Zeitmanagement auf Mathematik-Prüfungen im Vergleich zu Einführungskursen auswirkt. Methode: Die Daten wurden aus der internen Datenbank der Universität entnommen. Der Datensatz umfasste alle Studierenden mit einer gültigen Inskription zwischen den Studienjahren 2011/2012–2023/2024 bis zum Februar 2024, als die Daten aus dem System abgefragt wurden: 4.445 eindeutige Studierende in 4.602 Bachelorstudien. Die höhere Anzahl an Studien erklärt sich dadurch, dass die Studierenden sowohl parallel als auch konsekutiv inskribiert waren. Diese Studie konzentrierte sich auf retrospektive Daten in den Sozialwissenschaften; in Betriebswirtschaft (2.103 Studien), Psychologie (1.527 Studien) und Soziologie (872 Studien). Die Rohdaten enthielten 17.623 Prüfungsergebnisse und setzten sich aus 1.837 Männern und 2.763 Frauen zusammen. Die Abfrage wurde mit den drei oben genannten Bachelor-Curricula durchgeführt und mit den Prüfungsdaten verknüpft. In den Abfragen wurden Suchstrings für die LVs mittels regular expressions wie folgt definiert: „Einführung", „Mathe", „Rechnen" und „Statistik". Als zusätzlicher Filter wurden nur LVs des ersten curricularen Studienjahres aufgenommen. Die Durchschnittsnoten und die Anzahl der Tage bis zum ersten Prüfungsantritt und bis zu einem erfolgreichen Antritt wurden als abhängige Variablen verwendet. Das Geschlecht und die Art der Prüfung, d.h. Mathematik- oder Einführungsprüfungen, wurden als unabhängige Variablen herangezogen. Eine zusätzliche dichotome Variable für frühe und späte Antritte wurde eingeführt. Ein Häufigkeitsunterschied mittels χ2 -Test wurde für frühe und späte Prüfungsantritte und dem Geschlecht berechnet. Zur Berechnung der Unterschiede in den metrischen abhängigen Variablen wurden ANOVA-Modelle verwendet. Ergebnisse: In beiden Geschlechtern und insgesamt sowie bei den Erstantritten und den erfolgreichen Antritten waren die häufigsten Gruppen die Frühversuche in beiden LV-Typen, die seltensten die späteren Antritte in Mathematik-LVs. Im Geschlecht waren die häufigsten Gruppen Frauen mit frühen Antritten in Mathematik-LVs, die am wenigsten häufigen waren späte Antritte in Einführungs-LVs von Männern. Frauen haben bessere Noten als Männer in Mathematik-LVs, aber es gibt keinen Unterschied in Einführungs-LVs. Sowohl Frauen als auch Männer haben in den Einführungs-LVs bessere Noten als in den Mathematik-LVs. In Mathematik-LVs haben Frauen frühere Erstversuche als Männer, aber es gibt keine Geschlechtsunterschiede in der Zeit bis zum ersten Antritt in Einführungs-LVs. Sowohl Frauen als auch Männer haben frühere Erstantritte in Einführungs-LVs im Vergleich zu Mathematik-LVs. Es wurden keine Unterschiede in der Zeit bis zum erfolgreichen Antritt zwischen den Geschlechtern sowohl in Mathematik-LVs, als auch in Einführungs-LVs gefunden. Sowohl Frauen als auch Männer haben frühere erfolgreiche Antritte in Einführungs-LVs im Vergleich zu Mathematik-LVs. Diskussion: Diese Studie untersuchte Noten und Zeitmanagement von Studierenden anhand ihres Prüfungszeitpunkts in Einführungs- und Mathematik-LVs. Die Ergebnisse zeigen ein effizienteres Zeitmanagement bei Frauen und bestätigen frühere Befunde, die bessere Noten von Frauen belegen. Unterschiede könnten auf höhere Schulabschlüsse, LV-Wahl und häufigere Fachwechsel nach schlechten Noten, insbesondere in MINT-Fächern, zurückzuführen sein. Eine Längsschnittstudie zeigte zwar geringere MINT-Belegungen und höhere Abbruchquoten bei Frauen im ersten Jahr, aber nach zehn Jahren vergleichbare Leistungen. Dies könnte mit einem geringeren mathematischen Selbstkonzept und bestehenden Stereotypen zusammenhängen. Auch die Studienmotivation beeinflusst geschlechtsspezifische Unterschiede. Männer führten Erfolge stärker auf eigene Fähigkeiten zurück, Frauen fokussierten auf Lernen und Aufmerksamkeit. Misserfolge erklärten Männer häufiger mit mangelndem Lernen, Frauen hingegen mit fehlenden Fähigkeiten. Dies könnte erklären, warum Frauen Misserfolge psychisch stärker belasten und gleichzeitig ihre Lernhaltung und Noten in Mathematik-LVs besser sind. Beide Geschlechter erzielten in Einführungs-LVs bessere Noten als in Mathematik-LVs, was die höhere Schwierigkeit von MINT-LVs bestätigt. Prüfungen in Einführungs-LVs wurden früher absolviert, was auf geringeren Schwierigkeitsgrad und weniger Prokrastination hindeutet. Bei der Zeit bis zum erfolgreichen Prüfungsantritt gab es keine Geschlechtsunterschiede, jedoch deutet die Kombination aus kürzerer Prüfungszeit und besseren Noten bei Frauen auf effektiveres Zeitmanagement hin. Dies könnte mit metakognitiven Fähigkeiten wie Zielsetzung und Selbstregulation zusammenhängen. In Mathematik-LVs hatten Frauen frühere Erstversuche als Männer, während es in Einführungs-LVs keine geschlechtsspezifischen Unterschiede gab. Beide Geschlechter absolvierten Einführungsprüfungen früher erfolgreich als Mathematikprüfungen, was mit Prokrastinationsmodellen übereinstimmt. Das Zeitmanagement hängt von den LV-Inhalten ab: LVs mit geringem Mathematikanteil führen zu ausgeglicheneren Leistungen, während sich in Mathematik subtile Unterschiede zeigen, die mit Zeitmanagement, Attributionen und Einstellungen der Studierenden zusammenhängen. [ABSTRACT FROM AUTHOR] |
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